Sonntag, 12. März 2017

IL MEDAGLIONE INSANGUINATO (1975)















THE NIGHT CHILD
THE CURSED MEDALLION (Alternativtitel)

Italien 1975
Regie: Massimo Dallamano
DarstellerInnen: Richard Johnson, Ida Galli (Evelyn Stewart), Nicoletta Elmi, Lila Kedrova, Joana Cassidy u.a.


Inhalt:
BBC Dokumentarfilmer und Kunstexperte Michael Williams reist in Begleitung seiner Tocher Emily und dessen Kindermädchen Jill nach Spoleto, Italien. Hier soll sein nächster Film gedreht werden, in dem es um die Darstellung des Teufels in Gemälden geht. Besonders das Gemälde mit einer brennenden Frau zieht Michael in seinen Bann. Es ist noch nicht lange her, dass seine eigene Frau, Emilys Mutter, bei einem Brandunfall ungeklärter Ursache ums Leben kam.
Emily verhält sich gegenüber ihrem Vater immer vereinnahmender und besitzergreifender. Auch ihre Anfälle, bei denen sie schreit und aggressiv wird, treten in Spoleto häufiger auf.
Contessa Cappelli, Kunstkennerin und Medium, warnt Michael vor dem Gemälde und dem Aufenthalt in Spoleto...


Verängstigte Emily


Gräfin Cappelli warnt vor dem Gemälde


Als wir in einem Kaufhaus in Genua im Jahr 2007 die italienische Silberling-Veröffentlichung von "Il medaglione insanguinato" in den Händen hielten, war unsere Vorfreude auf den Film immens.
Wir hatten das erhabene Gefühl, gerade einen kleinen cineastischen Schatz aus den Untiefen der DVD Abteilung gehoben zu haben. Immerhin galt dieses Massimo Dallamano Werk damals noch als Geheimtipp. Zuerst nur in Japan in digitaler Form veröffentlicht, wurde "Il medaglione insanguinato" 2005 auf der Biennale anlässlich der Ausstellung "Storia segreta del Cinema Italiano" gezeigt und war seitdem auch in Italien erhältlich.

Wir sollten nicht enttäuscht werden. Es war Liebe auf den ersten Blick. Die leicht verworrene Story rund um das verfluchte Medaillon und Emilys Besessenheitszustände klärt sich bis zum Ende nicht bis ins Detail auf. Aber sie dient als gelungener Rahmen für die atmosphärischen Bilder von Spoleto und das stimmungsvolle Schauspiel von Kinderstar Nicoletta Elmi in der Rolle der Emily ("The Child - Die Stadt wird zum Alptraum", "Spuren auf dem Mond", "Baron Blood" u.a.).
Die junge Elmi beweist auch in "Medaglione", dass sie ihrer kindlichen Unschuld zum Trotz die zwielichtige, dämonische Seite ausdrucksstark auf der Leinwand zur Geltung bringen kann.

Durch das intensive Schauspiel Elmis und den Verzicht auf reißerische Effekte wird Emily als innerlich zerrissene, leidende Seele dargestellt.
Über einen längeren Zeitraum wird nicht klar, ob das frühpubertäre Mädchen unter einem Problem lediglich psychologischer Natur leidet oder ob tatsächlich übernatürliche Kräfte oder gar der Teufel selbst mitmischen.
Woher der häufig bemühte Vergleich mit "Der Exorzist" oder "Das Omen" kommt, erschließt sich mir auch nach wiederholter Sichtung nicht wirklich.  Die diabolische Besessenheit wird in Dallamanos Film weniger plakativ und exploitativ als in "Der Exorzist" oder ähnlichen Werken präsentiert.
Für mich steht bei "Il medaglione insanguinato" keine Besessenheits-Geschichte im Vordergrund und Emily ist auch sicher nicht die Antichristin. Eher die Reinkarnation einer gewissen Emilia, deren Geschichte sich durch Emily wiederholen soll/wird...

Der britische Schauspieler Richard "the boat can leave now – tell the crew" Johnson überzeugt in der Rolle des Vaters und die in anderen Filmen tendenziell extravagant wirkende Ida Galli ("Un bianco vestito per Marialé") bleibt tatsächlich in ihrem Auftreten so blass wie das unscheinbare Kindermädchen, das sie mimt.
Lila Kedrova, die im selben Jahr gemeinsam mit Nicoletta Elmi für Bazzonis Meisterwerk "Spuren auf dem Mond" vor der Kamera stand, überzeugt als medial begabten Gräfin.


Spoleto düster


Spoleto in der Vergangenheit


Die Ausleuchtung der verwinkelten Gassen und historischen Gemäuer Spoletos und die von diffusem Licht dominierten Traum- und Vergangenheits-Szenen zeugen von Liebe zum ästhethischen Detail. Sonnenuntergänge, die den Himmel in phantastischen Farben zum Leuchten bringen sind ebenso morbide in Szene gesetzt wie die von Verfall bedrohten Gemäuer. Das Spiel von Licht und Schatten, das in dem diabolischen Gemälde, das Michael so fasziniert, sehr prägnant ist, begegnet uns wieder in den changierenden Farben und Lichtverhältnissen des Films.
Der etwas beschwingt wirkende Soundtrack aus der Feder Stelvio Ciprianis täuscht nur in Ansätzen und vor allem durch sein Tempo über das eher von Melancholie bestimmte Thema der Musik hinweg und gehört für mich zweifelsohne zu Ciprianis besten Scores.

Das Ende ist von unglaublichem Fatalismus geprägt. Niemand kann und soll seiner Vorherbestimmung entfliehen.
Massimo Dallamano hat mit "Il medaglione insanguinato" einen Film geschaffen, der ganz in der Tradition des Gotik-Kinos eines Mario Bava oder Riccardo Freda steht und einen Vergleich mit den genannten Regisseuren nicht scheuen muss.
Unverständlicherweise wird diesem Film nach wie vor auch in der Italokino-Fangemeinde nicht die gebührende Wertschätzung zuteil.


Fotos vom Drehort Spoleto gibt es hier zu sehen.





Foto: IIF Home Video, Arrow Video (vlnr.)



Sonntag, 26. Februar 2017

THE BROOD (1979)















DIE BRUT

Kanada 1979
Regie: David Cronenberg
DarstellerInnen: Art Hindle, Oliver Reed , Samantha Eggar, Cindy Hinds, Susan Hogan, Henry Beckman, Robert A. Silverman, Nuala Fitzgerald u.a.


Inhalt:
Während sich Frank Carveths Ehefrau Nola in einer Therapie-Einrichtung befindet, kümmert er sich um die gemeinsame Tochter Candice. Als er nach einem Besuchswochenende der Kleinen bei ihrer Mutter Misshandlungsspuren an ihrem Körper entdeckt, stellt er den behandelnden Psychiater Dr. Raglan zur Rede. Der dubiose Seelenklempner versucht offensichtlich, den Vorfall zu vertuschen. Kurze Zeit später wird die mütterliche Großmutter der kleinen Candice grausam ermordet. Das Mädchen hat alles mitangesehen, kann aber nicht darüber sprechen. Es soll nicht der einzige Mord im nahen Umfeld der Familie bleiben. Frank stellt selbst Nachforschungen an, die ihn wiederum zu Dr. Raglan führen...


Dr. Raglan (Reed) mit einem Patienten


Candice (Hinds) wirkt verstört


"Psychoplasmatik" nennt sich die neuartige, von Dr. Raglan (Oliver Reed) entwickelte Therapieform. Frank Carveth (Art Hindle, u.a. bekannt aus "Jessy – Die Treppe in den Tod") ist überzeugt, dass es sich bei dem berühmten Psychiater, der seine Frau therapiert, um einen Scharlatan handelt.
Tatsächlich benimmt Dr. Raglan sich wie ein Guru und hält seine Patienten und Patientinnen in einer von der Außenwelt abgeschirmten Einrichtung in emotionaler Abhängigkeit. Der Arzt selbst gefällt sich augenscheinlich nur allzu gut in der Rolle des ultimativen Heilsbringers.
Dieses und andere Elemente des von David Cronenberg verfassten Drehbuchs weisen auf einen Konnex zum Privatleben des Regisseurs hin. Seine Frau soll sich einer Sekte angeschlossen haben und es entbrannte ein heftiger Sorgerechtsstreit um die minderjährige Tochter des Ehepaars.
Im Wesentlichen sind diese Themen auch der Kern der Geschichte von "Die Brut" und prägen die stereotypen Charaktere:
Der gute Vater, der sich aufopfernd und liebevoll um seine Tochter bemüht. Die von anderen abhängige psychisch labile Mutter, die aufgrund eigener Erfahrungen ihr Kind misshandelt und es lieber tot sehen würde, als es dem Vater zu überlassen.
Das Drehbuch spricht in der Tat Bände.

"Die Brut" besaß (im wahrsten Sinne des Wortes) noch nicht die Explosionskraft des darauf folgenden Cronenberg Werks "Scanners", wird aber aufgrund seiner nihilistischen dunklen Stimmung von einer ganz speziellen Aura umsponnen. Das winterliche Kanada mit der kargen Landschaft präsentiert sich von seiner trostlosesten Seite. Scheinbar ein Ort, an dem es keine Zuflucht vor der drohenden Gefahr gibt. Der dem Verderben geweiht ist.
Die kleine Candice (ausgezeichnet gespielt von Cindy Hinds) ist ein überaus ernsthaftes Kind, dem man die Belastung und schließlich auch die Mehrfach-Traumatisierungen deutlich ansieht. Ihr Gesichtsausdruck wirkt wenig kindlich und regelrecht emotionslos. Sie scheint sich in einer permanenten Schockstarre zu befinden.
Ihr Vater, der um ihr Wohl und ihren Schutz bemüht ist, erkennt nicht, dass das Mädchen bereits stark geprägt ist von negativen und schrecklichen Ereignissen. Während er meint, noch etwas zum Guten wenden zu können und sich in Nachforschungen über Dr. Raglan verrennt übersieht er ihre seelische Not.

Abseits des Familienthemas mit all seiner zeitlosen Dramatik ist "Die Brut" meiner Meinung nach einer der am meisten unterschätzten Filme des kanadischen Regie-Exzentrikers und Vater des "Body-Horrors". Für mich, die sich trotz großer Liebe zum italienischen Kino der 70er nach wie vor stark im Bereich des phantastischen Horrorfilms verwurzelt sieht, ist dieser Schocker neben "Die Fliege" der Zugänglichste aus dem Œuvre David Cronenbergs.
"Die Brut" ist ein unheimlicher, bissiger und abstoßender Film - also genau so, wie man sich einen Genrefilm wünscht. Und im Gegensatz zu manch anderem würde ich ihn als würdevoll gealtert bezeichnen. Trotz des Entstehungsjahrs wirkt er immer noch nicht als käme er aus der Mottenkiste, was man von einigen 80er Jahre Splatterfilmen nicht behaupten kann.

Neben wirkungsvollen Effekten und unvergesslichen Ekelszenen prägt ganz besonders der britische Schauspieler Oliver Reed (u.a. in den Genrefilmen "Der Fluch von Siniestro", "Die perfekte Erpressung" oder "Landhaus der toten Seelen" zu bewundern) als  fragwürdiger Psychiater Dr. Raglan den Film.
Der Mann mit den stahlblauen Augen und der unvergleichlichen Ausstrahlung war ein exzellenter Darsteller. Doch Reed galt auch als "schwierig" und fiel nicht nur am Set von "Die Brut" durch wilde Alkoholexzesse auf. Er soll sogar eines Nachts in betrunkenem Zustand nackt von der Polizei auf der Straße aufgegriffen worden sein.

Die wie ihr trinkfester Kollege Reed ebenfalls aus London stammende Schauspielerin Samantha Eggar agiert in der Rolle der Nola Carveth wirklich wie von Sinnen. Die Sequenzen, in denen Dr. Raglan eine leichte Form der Hypnose einzusetzen scheint, um bei seiner Patientin Emotionen zu provozieren, sind meisterlich gespielt. Eggars intensiver Blick und ihr gesamtes Erscheinungsbild (das in mir Erinnerungen an Piper Laurie als Carries Mutter weckt) erzeugen einen herrlichen Schauder-Effekt. Besonders tritt dieser im quasi letzten Kapitel der Geschichte, in dem sie ihrem Mann die krankhaften Auswüchse ihrer eigenen unverarbeiteten Traumatisierung und Frustrationen anschaulich präsentiert, in den Vordergrund.

Mehr möchte ich, um Spoiler zu vermeiden, an dieser Stelle nun nicht mehr schreiben. Das Label "Wicked Vision" hat diesem Film eine exzellente Blu Ray Veröffentlichung spendiert. Für mich hat sich das Wiedersehen mit Dr. Raglan und Co. in dieser Form absolut gelohnt.




Foto: Blu Ray von Wicked Vision



Sonntag, 19. Februar 2017

BUCHTIPP: De Cataldo, Giancarlo und Bonini, Carlo: Suburra














"Ein brutaler Bandenkrieg erschüttert die Straßen Roms. Kommissar Malatesta ahnt den wahren Grund der Fehde: Ein gigantisches Bauvorhaben, das die Peripherie der Stadt bis zur Küste von Ostia mit Casinos, Hotels und Clubs zubetonieren soll. Dabei ziehen nicht nur korrupte Behörden, Mafia und Zigeunerclans am selben schmutzigen Strang, sondern auch Würdenträger aus Kirche und Politik. Allen voran Samurai, ein eiskalter Neofaschist."
Klappentext


Nur wenige Stunden nachdem ich den großartigen "Milano Kaliber 9" in bombastischer Qualität (FilmArt BD) genießen durfte, habe ich mich an die Lektüre des thematisch ähnlichen Romans "Suburra" gewagt.
Direkt fielen mir erste Parallelen zwischen dem genannten Film und der gedruckten Mafia Story auf: rasante Szenenwechsel von Beginn an. Ein Verbrechen, das längere Zeit zurückliegt, doch Auswirkungen auf die Gegenwart haben soll.
Mafia und Verbrecher-Clans, die sich gegenseitig über den Tisch ziehen und ermorden. Brutal, skrupellos und meistens unberechenbar.
Das erste Drittel des Buchs hat meine Aufmerksamkeit ordentlich gefordert, weil so viele Charaktere auf wenigen Seiten eingeführt werden und zum Teil urplötzlich wieder von der Bildfläche verschwinden. Die hierarchischen Strukturen der einzelnen Banden bzw. die Zugehörigkeiten der agierenden Kriminellen nehmen erst zu einem späteren Zeitpunkt klarere Formen an.

Doch schon nach wenigen Seiten bereitete mir dieser Roman großes Lesevergnügen.
Ohne sich mit ausufernden Beschreibungen von Äußerlichkeiten oder Landschaften aufzuhalten, kommen die Autoren rasch auf den Punkt und straffen die Handlung durch kurze Kapitel und ausdrucksstarke Dialoge.
Die stilistische und sprachliche Unverblümtheit (beispielsweise der Verzicht auf pathetische Metaphern) ist erfrischend. Das Mafia-Insider Wissen des in Rom lebenden und arbeitenden Richters De Cataldo (u.a. Autor von "Romanzo Criminale") und des Investigativjournalisten Bonini kommt der Geschichte auf jeden Fall merklich zugute.

Leider dürften sich durch die Übersetzung einige Fehler eingeschlichen haben und an gewissen Stellen wäre es meiner Meinung nach besser gewesen, die italienischen Bezeichnungen so stehen zu lassen und in einem Glossar im hinteren Teil des Buches zu erklären.
Wenn die ProtagonistInnen von "Suburra" zum Beispiel alle paar Seiten "geh scheißen" sagen, weckt dies bei mir (als Österreicherin sowieso) immer Assoziationen zur Wiener Umgangssprache und diese Wortwahl wirkt im Zusammenhang mit der italienischen Mafia befremdlich.
Sprachlich hätte man wohl Manches eleganter formulieren können. Italienische Redewendungen, die man nicht eins zu eins übersetzen kann, wurden offenbar phantasielos ins Deutsche übertragen.
Trotz dieses (vermutlich besonders für pingelige Personen wie mich) Mankos ist "Suburra" ein spannender Roman mit ausdifferenziert dargestellten Persönlichkeiten jenseits der kitschigen Schwarz-Weißmalerei, über die ich mich manchmal bei der Lektüre von Bestseller Romanen ärgere.

"Suburra" ist ein Buch, das Mafia-Interessierten jedenfalls einige kurzweilige Stunden der Unterhaltung bietet. Wahrscheinlich ist die Kino-Adaption (Regie: Stefano Sollima) auch einen Blick wert. Erfreulicherweise wird "Suburra" im  Mai von Koch Media erhältlich sein.

Freitag, 6. Januar 2017

THE NANNY (1965)














WAR ES WIRKLICH MORD?

Großbritannien 1965
Regie: Seth Hold
DarstellerInnen: Bette Davis, Wendy Craig, Jill Bennett, James Villiers, William Dix, Pamela Franklin u.a.


Inhalt:
Als Achtjähriger wurde der kleine Joey Fane nach dem Tod seiner Schwester in eine psychiatrische Kinderklinik eingewiesen. Zwei Jahre später darf ihn sein Vater endlich von dort abholen.
Da Joeys labile Mutter kurz vor der Abfahrt zur Klinik einen Nervenzusammenbruch erleidet, wird Daddy von der Nanny begleitet. Der Zehnjährige scheint das Kindermädchen der Familie gleichermaßen zu hassen wie zu fürchten. Er ist überzeugt, dass sie für den Tod seiner Schwester verantwortlich ist. Etwa zu Recht? Hat der Junge gar keine psychischen Probleme, sondern die alte Nanny?


Die Nanny schaut nicht immer nett aus


Joey und Bobbie spielen der Nanny einen Streich


Was ist denn nur los mit dem kleinen Joey? Ist er durch den Tod seiner Schwester dermaßen schwer traumatisiert, dass er unter einem manifesten Verfolgungswahn leidet?
Kaum ist das Kind zuhause, beginnt alles wieder von vorne.
Ganz eindeutig hat sich Joey (William Dix) auf die Nanny (Bette Davis) fixiert. Er ist überzeugt, dass sie ihm nur Böses will und lässt sich weder durch seinen strengen strafenden Vater noch durch seine überforderte Mutter von dieser fixen Idee abbringen.
Die Nanny hingegen, eine enge Vertraute der Frau Mama (sie war auch ihr Kindermädchen), erträgt alle Anfeindungen und Unterstellungen des Fane'schen Filius mit einem Lächeln und engelsgleicher Sanftmut.
Sie beweist Geduld und Entgegenkommen. Nie kommt ihr ein böses Wort über die Lippen, diese Frau ist die personifizierte Gelassenheit.
Von dieser Konstellation und den ausgezeichneten SchauspielerInnen lebt dieser Film.
Ständig hin und her gerissen zwischen einerseits paranoidem Verhalten von Joey und den Reaktionen der Nanny muss man sich früher oder später die Frage stellen, was eigentlich mit dieser Frau nicht stimmt.
Irgendwie wirkt ihr Bemühen um die Gunst des Kindes wenig authentisch, ihre netten Worte und Gesten subtil bedrohlich.
Doch wer würde schon einem Kind glauben, dass mit der von der Familie geschätzten älteren Dame etwas nicht stimmt?

Viele Filme und Geschichten leben davon, dass Erwachsene die berechtigten Warnungen von Kindern ignorieren und belächeln. Kinder werden nach wie vor weniger Ernst genommen als Erwachsene. Minderjährigen traut man viel eher eine Lüge zu als einer erwachsenen Person.
Nicht einmal die freche Nachbarstochter Bobbie (Pamela Franklin, u.a.  später bekannt geworden durch ihre Rolle in "And soon the darkness"), mit der sich Joey anfreundet, lässt sich so ganz überzeugen, dass der Junge tatsächlich um sein Leben fürchtet.
Deshalb ist er in dieser schwierigen Situation auch völlig auf sich allein gestellt und muss sich selbst Maßnahmen zu seiner Verteidigung überlegen.

Dieser Film aus dem Hause Hammer ist psychologisch hervorragend aufgebaut. Auf besondere Effekte wurde zugunsten der Interaktion zwischen den Charakteren verzichtet. Bette Davis' Charisma ist überragend, ihr Make Up mit den dick dunkel nachgemalten Augenbrauen und ihre wechselnden Gesichtsausdrücke lehren nicht nur Joey das Fürchten.

"War es wirklich Mord?" ist ein exzellenter Thriller mit großartigen Stars und einem intelligenten wie unterhaltsamen Plot. den ich allen CineastInnen, die Schwarz Weiß Filmen nicht abgeneigt sind, wärmstens empfehle.



Mittwoch, 21. Dezember 2016

SPECIAL: BLACKNESS CASTLE

BLACKNESS, SCOTLAND


Kurz vor Ende unseres Schottland Trips (genauer gesagt wenige Stunden vor unserem Rückflug) statteten wir dem Blackness Castle, das als Kulisse für den Actionfilm "Doomsday - Tag der Rache" diente, einen Besuch ab.
Anbei ein paar Screenshots aus dem Film und meine Fotos...


Zurück zum Mittelalter: Die Gruppe um Wissenschaftler Kane






Innenhof Blackness Castle


Der Eingang stimmt, nur...





... das Schild "Gift Shop" wurde entfernt


Arenakampf im Film mit Farbfilter



Mein Foto der Stelle mit anderem Farbfilter


Hier kämpft Eden Sinclair gegen den Giganten in Ritterrüstung



Mein Bild wirkt dagegen sehr idyllisch


Film





Foto


Kane zeigt...



... auf diesen Turm


Und noch ein Foto, weil es so schön aussieht

Sonntag, 11. Dezember 2016

DOOMSDAY (2008)














DOOMSDAY – TAG DER RACHE
Deutschland, Großbritannien, Südafrika, USA 2008
Regie: Neil Marshall
DarstellerInnen: Rhona Mitra, Bob Hoskins, Adrian Lester, David O'Hara, Malcolm McDowell, Nora Jane-Noone, Craig Conway


Inhalt:
Der tödliche Reaper Virus bricht in Glasgow aus und verbreitet sich in rasender Geschwindigkeit unter der Bevölkerung Schottlands. Um einen weltweiten Ausbruch zu verhindern, werden Barrikaden und Mauern gebaut, die Schottland vom restlichen Großbritannien teilen. Die Menschen auf der "falschen Seite" werden sich selbst überlassen.
Über zwei Jahrzehnte später bricht das Virus überraschend in London aus. Die Regierung lüftet nun zwangsweise ein lange gehegtes Geheimnis: Es gibt Überlebende des ersten Ausbruchs. Spezialagentin Eden Sinclair wird mit einem Team nach Schottland geschickt. Ihr Auftrag: Sie hat 48 Stunden Zeit, den berühmten Dr. Kane, der einst an einem Impfstoff gegen das Virus gearbeitet hatte, zu finden...


Soldatin Eden Sinclair


Sol, umgeben von seiner Gefolgschaft


Diese Killer-Viren-Thematik löst seit jeher bei mir immer eine besonders intensive Beklemmung aus.
Die Horrorszenarien von überfüllten Krankenhäusern, die explosionsartige Verbreitung der Seuche gerade in Ballungsräumen und der Ausbruch von Chaos bis hin zum Zusammenbruch der Gesellschaft erscheint mir entsetzlich lebensnah.
Die Regeln der modernen Zivilisation, die in Extremsituationen nichts mehr Wert sind und Militär und Regierung, die durch Abschottung ganzer Landstriche versuchen, eine Eindämmung der Krankheit zu erreichen, wirken so bedrohlich nahe an der Realität.
Einzelne Menschen werden von einem Tag auf den anderen rechtlos und wertlos. Es zählt nur noch die zu schützende Mehrheit der Weltbevölkerung. Schottland von der Außenwelt abtrennen? Muss sein, bevor noch mehr Frauen, Männer und Kinder dem Virus zum Opfer fallen.
Neil Marshalls dritter Spielfilm beginnt mit einem starken Einstieg in genau dieses Katastrophenszenario, hebt sich im Verlauf aber deutlich ab von Seuchenfilmen wie "Outbreak" oder "Contagion".
Es wäre zu kurz gegriffen, ihn auf dieses Thema zu reduzieren. Denn "Doomsday" ist und kann noch viel mehr.

Die Story an sich ist absolut simpel, dafür sind die Charaktere umso sorgfältiger ausgearbeitet.
Die smarte und kampferprobte Heldin Eden Sinclair wird von der britischen Sängerin und Schauspielerin Rhona Mitra verkörpert. Gamer könnten die britische Schönheit als Live-Double des Computerspiel-Charakters Lara Croft (Tomb Raider) bereits registriert haben. Sie wirkte außerdem in diversen Filmen mit, u.a. an der Seite von berühmten Hollywood-Stars wie Kevin Spacey, Kate Winslet oder Jim Carrey und hatte ein paar Auftritte in TV-Serien.
Eden Sinclair ist eine Einzelkämpferin. Eine Frau, die sich von Befehlshabern nicht zur Marionette degradieren lässt und ihre Ziele mit eisernem Willen und Ehrgeiz verfolgt. Sie offenbart anderen nicht viel von ihrem Innenleben und vertraut niemandem. Sie ist eine Überlebende des ersten Ausbruchs und die Erfahrungen ihrer Kindheit haben sie deutlich geprägt.
Ihr Vorgesetzter und väterlicher Schirmherr/Berater Bill Nelson (ebenfalls toll besetzt durch den sympathischen Bob Hoskins) stellt den Gegenpol zu ihrem skrupellosen Auftraggeber Canaris, dem Vize Premier Minister von Großbritannien, dar.
Letzterer wird vom schottischen Darsteller David O' Hara zu einem markanten Charakter geformt. O'Hara dürfte eher niemandem aus dem Achtziger Jahre Tierhorrorfilm "Link, der Butler" (ich liebe ihn), aber Vielen als der verrückte Ire aus "Braveheart" bekannt sein. Vielleicht erinnert sich auch jemand an O'Hara als leicht debilen Fitzy in "Departed - Unter Feinden". Was auch immer dieser Mann in den letzten Jahren mit seiner Stimme angestellt hat – diese Tonlage und seine Art zu sprechen sind der Wahnsinn und verleihen der Rolle das markante, unverkennbare Etwas.
Originalton lohnt sich bei "Doomsday - Tag der Rache" auf jeden Fall. 

Düster in Szene gesetzte menschenleere Straßen, verlassene Städte, die von der Natur zurückerobert werden ("12 Monkeys" lässt ebenfalls grüßen) und raue schottische Hügellandschaften dominieren die pessimistische Bildsprache. Gebäude und verlassene Siedlungen als stumme Zeugen einer menschlichen Tragödie stehen wie Mahnmale inmitten einer langsam verfallenden Szenerie.
In einer unwirtlichen heruntergekommenen Stadt hat sich die wilde Punk-Meute um den charismatischen Sol, der sich wie ein Rockstar gebahrt, versammelt. Sie sind mit aufgemotzten schnellen Fahrzeugen unterwegs, feiern ausgelassene Parties (mit lässigem Sound von "Siouxsie and the Banshees" und "Fine young cannibals") und gönnen sich auch schon mal Menschenfleisch vom Grill.
Eine andere Gruppe von Menschen hat sich in den Schutz von alten Festungsmauern zurückgezogen und die Zeit der Ritter und Burgherren wieder aufleben lassen. Die Gemeinde rund um den paranoiden Wissenschaftler Kane spielt Mittelalter und lässt ihre Feinde bei Gladiatorenkämpfen in einer Art Arena antreten.
Als Drehort für die Innenaufnahmen und als Kulisse für Außenaufnahmen diente das Blackness Castle im schottischen Ort Blackness. Was für ein toller Name für ein Dorf!
("Zufällig" war ich dieses Jahr vor Ort, Drehort-Special hier.)

Kommerziell wenig erfolgreich und sein Publikum sehr spaltend, kann "Doomsday" aus unterschiedlichen Perspektiven betrachtet werden. Auf der einen Seite wird er von einem Teil des Publikums als unausgegorener Genremix zwischen Seuchen- Endzeit und Actionfilm verunglimpft. Nach Marshalls kommerziell erfolgreichen "The Descent - Abgrund des Grauens" dürfte sein darauf folgendes Werk viele Erwartungen enttäuscht haben.
Es gibt aber bestimmt auch genügend Leute, die wie ich schätzen, was für eine liebevolle Hommage an das Actionkino der End- 70er/Anfang 80er Jahre der Regisseur da für uns gebastelt hat.
Alle, die "Die Klapperschlange", "Mad Max 2", "Die Warriors", "Coffy die Raubkatze" oder "Aliens – Die Rückkehr" zu ihren Lieblingsfilmen zählen, können sich mit einem genüsslichen Grinsen zurücklehnen, die dynamische Action in Kampf- und Verfolgungsjagd-Sequenzen genießen und sich freuen, wie Marshall seinen Vorbildern huldigt.
Als Neuem gegenüber aufgeschlossener Fan dieser Werke kommt man auf jeden Fall auf seine Kosten.

Wichtig: Auf jeden Fall die österreichische Veröffentlichung kaufen, die deutsche ist um ca. 10 Minuten gekürzt.




Foto: NSM VÖ



Sonntag, 20. November 2016

NERO VENEZIANO (1977)














DIE WIEGE DES TEUFELS
DIE HÖLLE SCHICKT IHREN SOHN (Videotitel)
SCHWARZES VENEDIG (Alternativtitel)

Italien 1977
Regie: Ugo Liberatore
DarstellerInnen: Renato Cestiè, Rena Niehaus, Yorgo Voyagis, José Quaglio, Olga Karlatos, Lorraine De Selle, Angela Covello, Fabio Gamma, Ely Galleani u.a.


Inhalt:
Die Waisenkinder Mark und Christine leben bei ihrer Großmutter in Venedig. Mark ist seit drei Jahren blind und permanent auf fremde Hilfe angewiesen. Seine Schwester Christine, die mit dem Künstler Giorgio liiert ist, kümmert sich nur widerwillig um ihren Bruder. Als die Oma bei einem etwas eigenartigen Brandunfall in der Kirche ums Leben kommt und die Geschwister bei Onkel und Tante in deren Hotel einziehen, häufen sich Marks Visionen. Immer wieder begegnet ihm darin ein unheimlicher dunkel gekleideter Mann, der eines Tages plötzlich real erscheint und im Familienhotel ein Zimmer bezieht. Marks Bedenken und Ängsten schenkt niemand Glauben.
Welche Bedrohung geht von dem mysteriösen Fremden aus und was plant dieser Mann?


Marc verzweifelt, Christine genervt


Der böse fremde Mann


Die Lagunenstadt Venedig verströmt, besonders wenn der Nebel um die maroden Hausfassaden und Brücken zieht, immer eine ästhetische Morbidität.
Auch Regisseur Ugo Liberatore ließ es sich nicht nehmen, seinen Horrorfilm in dieser Umgebung zu drehen.
Dennoch wurde mit der etwas wirren Geschichte und den unfreiwillig komischen Charakteren ein etwas anderer Weg eingeschlagen als beispielsweise bei einem "Wenn die Gondeln Trauer tragen".
Mark (Renato Cestiè) und Christine (Rena Niehaus) sind wirklich ein lustiges Gespann.

Christine zu Mark: "Giorgio hat gerade gesagt, dass er zu tun hat. Bist du außer blind auch noch schwerhörig?"
Christine zur Großmutter, die sie auf ihre Unpünktlichkeit anspricht: "Du hast leicht reden. Du musst ja auch nicht den Blindenhund spielen von morgens bis abends."

Am Anfang habe ich mich noch gefragt, ob die deutsche Synchro einfach so asozial wirkt oder ob die Rolle von Christine als zickende Schreckschraube tatsächlich so derb angelegt ist.
Ich gehe nun in der Tat davon aus, dass Letzteres zutrifft.
Fakt ist: der arme blinde Junge wird von Anfang bis zum Ende nur schwach angeredet, belächelt und beleidigt.
Nicht nur, dass er permanent von Christine und anderen Spott und Hohn ertragen muss. Er leidet auch noch unter schrecklichen Visionen, wofür er sich ebenfalls Einiges anhören muss.
Zudem rempelt er wiederholt lautstark gegen irgendwelche Gegenstände und muss in plötzlich aus dem Wasserhahn auftauchende Regenwürmer und anderes ekliges Zeug greifen. Nein, der Junge hat es wahrlich nicht leicht.
Spätestens im ersten Drittel des Films, als Mark von den anderen unbeobachtet in der Kirche gegen eine Kerze poltert, die daraufhin das Kleid der Großmutter entzündet, wird es merkwürdig.
Das Gewand der Oma geht in Sekunden in Flammen auf, als wäre es zuvor mit Brandbeschleuniger übergossen worden.

Wem das nicht skurril genug ist, der darf sich über die (laut ihrem Liebhaber frigide) Jungfrau Christine freuen, die nach dem Tod von Tante und Onkel im geerbten Hotel ein Bordell eröffnet.
Dies wird allerdings von niemandem kommentiert, geschweige denn problematisiert. Man sieht nur, dass sie plötzlich ständig von "Freundinnen" umgeben ist und erfährt in lapidaren Nebensätzen, dass diese als Prostituierte für sie arbeiten.
Ihr Geschäft wird mit einer Selbstverständlichkeit dargestellt als hätte sie eine Pizzeria eröffnet.
Ihren Freund Giorgio scheint Christines Betätigung als Puffmutter nicht zu kümmern. Wenigstens hat er so die Möglichkeit, sich ab und zu eine der Angestellten seiner Frau "auszuleihen". Mal so für zwischendurch, ganz nebenbei.
Und als Christine von dem ominösen Fremden (von dem Marks Visionen handeln) auf biologisch unerklärliche Weise geschwängert wird, heiratet Giorgio seine untreue Geliebte und beginnt, ein Evangelium zu schreiben.
Genau, ein Evangelium! Eine logische Schlussfolgerung. Was soll er denn sonst tun? Schließlich hat dieser schlaue Mann den Verdacht, dass es ein Kind des Teufels ist und sieht sich fortan in der Rolle eines Chronisten.
Klingt das nicht nach herrlich verrücktem, deliriösem Fiebertraum?

Der ominöse Fremde selbst, der Mark in seinen Visionen heimsucht und den Teufel darstellen soll, erinnert mich von seinem Erscheinungsbild sehr an Freddie Mercury, was der Aura des Diabolischen nicht gerade zuträglich ist.


Olga zählen macht Laune


Die schöne Olga Karlatos ("Keoma", "Woodoo – Die Schreckensinsel der Zombies") taucht zu Beginn in Marks Visionen auf. In einer küsst sie den Freddie Mercury ähnlichen Beelzebub, vor dem Mark solche Angst hat. Zum zweiten Mal sieht er sie in einer Gondel vorbeifahren. Giorgio erhascht ebenfalls einen Blick auf die Frau mit Kapuze.
Unerklärlicherweise ist es dann wieder Olga Karlatos, aber mit anderem Outfit und Style, die die Tante von Mark und Christine spielt.
Etwas betrübt war ich, dass diese dann schon sehr frühzeitig im Film ihr Leben lassen muss.
Ähnlich muss es Ugo Liberatore gegangen sein, der offenbar beschlossen hat, ihr dafür einige weitere Auftritte in "Die Wiege des Teufels" zu verschaffen.
Frau Karlatos taucht nämlich unverhofft als Mutter einer Freundin von Mark wieder auf und spielt zu einem späteren Zeitpunkt eine Hebamme. Am Ende des Films sitzt sie in einem bunten Poncho auf einem Stuhl und redet mit Mark. Wer sie (nun) ist, bleibt ohne Erklärung.


Würdet ihr diesem Priester eure Sünden beichten?


Der unverkennbar fies und finster aussehende José Quaglio, der den meisten aus "The Child - Die Stadt wird zum Alptraum" und "Malastrana" bekannt sein dürfte, mimt in "Die Wiege des Teufels" einen hinterhältigen Priester, der ganz offensichtlich mehr weiß als er zugibt.

Die Ekel- und Brutalo-Szenen erscheinen im Vergleich zu dem generell etwas schleppenden Tempo des Drehbuchs dezent übertrieben, aber immerhin gut platziert.

Dieser Film ist eine eigenwillige, aber unterhaltsame Verwurstung des Themas von "Rosemary's Baby", gespickt mit ein paar Ekelszenen, nackten Mädchen und atmosphärischen Aufnahmen des winterlichen Venedigs. Brian DePalmas Haus- und Hofkomponist Pino Donaggio hat dem Film einen verträumten Soundtrack beigesteuert.
Wer findet, dass Ugo Liberatores Erotikdrama "Bora Bora" etwas schräg ist, kann sich bei "Die Wiege des Teufels" auf eine deutliche Steigerung gefasst machen.




Ein paar Orte kamen mir nur allzu bekannt vor. Ich habe wohl einen ähnlichen Geschmack wie Ugo Liberatore...


1977


1977


Mein Foto aus dem Jahr 2013


1977


Eines meiner Fotos vom Friedhof 2009

Montag, 7. November 2016

SPECIAL: WO "DIE ROTE DAME" SIEBEN MAL TÖTETE (DREHORTFOTOS)

SCHLOSS NEUENSTEIN, ÖHRINGEN, WEIKERSHEIM UND WÜRZBURG


Über einen Zeitraum von ungefähr einem halben Jahr haben wir oben stehende Orte aufgesucht, die für den Giallo "Die rote Dame" als Drehorte dienten.
Nach dem letztjährigen Karacho Filmfestival machten wir auf der Rückreise einen Abstecher nach Öhringen und zu Schloss Neuenstein.
Den Besuch des dritten Terza Visione Festivals in Nürnberg verknüpften wir mit einem Ausflug nach Weikersheim. Und schließlich schafften wir es im Mai 2016 endlich, in Würzburg noch einige Drehorte abzuklappern.

Viel Spaß mit den Fotos. Wie immer links der Screenshot aus dem Film und zentriert meine Fotos.


Kitty spielt als Kind vor...



...Schloss Neuenstein




Park mit Statue...


... in dem auch "Kitty" als junges Mädchen spielte



Dieses Haus neben dem Schlossgarten ist auf dem
oberen Screenshot im Hintergrund zu sehen


Hier nochmal der Blick auf den Park














Herbstliche Stimmung 2015


Die Mädchen spielen im Innenhof...



... von Schloss Neuenstein






Aufnahme aus "Die rote Dame" von der...



... Kirche in Weikersheim




Die Einfahrt zu Schloss Weikersheim...


... hat sich nicht verändert


So sah es in den Siebzigern aus



So im Herbst 2015


Die Modelagentur, in der Kitty arbeitete...



... ist das Mainfrankentheater in Würzburg


Marktplatz von Weikersheim im Film




Marktplatz vor meiner Linse


Von der Stadtkirche aus aufgenommen



Leider stand mir nur diese Perspektive zur Verfügung




Die Statuen sind nicht mehr ident, aber die Stelle passt










Die drei obenstehenden Einstellungen wurden an diesem
 Ort aufgenommen


Autofahrt in "Die rote Dame": Würzburg




Auch über diese Brücke sind wir gelaufen


Ludwigsbrücke in Würzburg...



...erkennbar an den Löwen


Wo man damals noch mit dem Auto fuhr...



... ist heute Fußgängerzone


Posieren in den 70ern auf dem Residenzplatz



2016


Kitty macht Modelfotos im Park



Ich mache Parkfotos an derselben Stelle




Na wo ist denn nur Barbara Bouchet hin?




Und schon wieder ist sie verschwunden
















Die rote Dame balanciert an der Außenmauer



Hier die Stelle rechts im Bild




Fanatiker mussten natürlich auch die Hausdächer, die im Film
vorkommen, fotografieren